Die Markuskirche in Venedig - Italien ist eine der bekanntesten Kathedralen auf der Welt mit einer langen Geschichte. 

Die Markuskirche in Venedig

Die Kathedrale Venedigs entstand zur Zeit der Konsolidierung der venezianischen Seeherrschaft. Im Jahre 828 wurden die Reliquien des Evangelisten Markus auf abenteuerliche Weise aus Alexandria in Ägypten entführt und nach Venedig gebracht, wo sie in der Kapelle des „Palatium“ in der kleinen Kirche San Teodoro, aufbewahrt wurden. Ein so bedeutender Heiliger aber wie St. Markus, der zum höchsten Schutzpatron der Stadt auserkoren worden war, verdiente freilich eine eigene, würdigere Kirche, zu deren Verwirklichung der Doge Giustiniano Partecipazio eine große Geldsumme hinterließ.

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Sein letzter Wunsch wurde im Jahre 829 von seinem Bruder Giovanni Partecipazio in die Tat umgesetzt, indem er neben dem Dogenpalast die Bauarbeiten zur Errichtung der Markuskirche beginnen ließ. 832 war der Rohbau erstellt und 883 erstrahlte die Kirche in ihrem vollen dekorativen Glanz. Im Jahre 976 ging während eines Volksaufstandes gegen den tyrannischen Dogen Pietro Candiano IV. der Dogenpalast in Flammen auf, welche auch auf die Markuskirche übergriffen. Das Werk ihrer Instandsetzung ist der Verdienst des Dogen Pietro Orseolo des Heiligen.

Unter dem Eindruck der herrlichen romantischen Kirchenbauten, die überall auf dem Festland entstanden, erklärte im 11. Jahrhundert der Doge Domenico Contarini den ursprünglichen Bau als nicht mehr zeitgemäß und ließ die Kirche zu ihrer heutigen Gestallt umbauen. Ein Teil der Historiker setzt den Beginn dieser Bauarbeiten auf das Jahr 1063 fest, andere hingegen legen ihn einige Jahre später an.

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Die Konstruktion folgte dem Vorbild byzantinischer Kreuzkuppelkirchen, das jedoch im romantischen Sinne ausgelegt wurde. Der Architekt, der 1073 fertiggestellten Kirche ist unbekannt. Das strenge und nüchterne Gewand des contarinischen Baus erfährt mit der prächtigen musivischen Dekoration und dem reichen Blendwerk aus römischen und orientalischen Marmor einen grundlegenden Wandel.

Jahrhunderte lang brachten die venezianischen Kriegs- und Handelsherren aus allen Ländern kostbarste Schätze mit nach Venedig, um der „Goldenen Basilika“, dem Machtsymbol der Serenissima, weiteren Glanz zu verleihen. Auf diese Weise verschmelzen in der Markuskirche die verschiedenen Stilelemente, vom Byzantinischen zur Gotik, vom Islamischen zur Renaissance, zu einem harmonischen Ganzen von zauberhaftem Reiz.